Demenz Wohngemeinschaft

Die Rothenfußer – Wohngemeinschaften ambulant betreute Wohngemeinschaften für Demenzkranke

Warum eine Demenz - Wohngemeinschaft sinnvoll sein kann

„Lasst uns miteinander, in gemeinsamer Verantwortung für unsere dementen Mitmenschen sorgen!“

Solange wie möglich im eigenen Zuhause leben können: Dies ist ein vielfach geäußerter Wunsch ältere pflegebedürftiger Menschen mit oder ohne Demenz. Gerade aber bei einer Demenz stößt die Betreuung und Pflege zuhause oft schnell an Grenzen. Hier sind ambulant betreute Wohngemeinschaften für Demenzkranke eine Alternative.

Unser Verein hat in Kooperation mit der Jacob und Marie Rothenfußer –Gedächtnisstiftung im Oktober 2000 in München die erste ambulant betreute Wohngemeinschaft für ältere demente Menschen für ganz Bayern initiiert.

Mittlerweile bietet unser Verein vier solcher Wohngemeinschaften für Demenzkranke in den Stadtvierteln Sendling und in der Messestadt -Riem an.

WG Sendling

Die Wohnungen sind im Jahr 2014 von der Stadt München im sozialen Wohnungsbau errichtet worden.

Demenzkranke mit einem Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein ( WBS) haben bei der Bewerbung auf einen Platz Vorrang.

Beide Wohnungen haben eine gemeinsame großzügige Dachterrasse. Diese lädt mit Tischen und Stühlen zum Verweilen ein

WG Messestadt-Riem:

In der Messestadt-Riem befinden sich in einem Haus mit Garten zwei Wohngemeinschaften für je acht Menschen mit Demenz. 

Alle Räume sind barrierefrei und rollstuhlgerecht.
Das Haus wurde von der Jacob u. Marie Rothenfußer-Gedächtnisstiftung im Jahr 2005  errichtet. 

Das Haus ist in der Nähe der Riem-Arkaden. Der großzügige Landschaftspark lädt zum Spazieren gehen ein.

Individuelle Betreuung statt Zeitdruck

Auch hier arbeiten wir nach dem Prinzip der zeitbasierten Pflege. Betreuung und Pflege richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf – nicht nach starren Leistungskomplexen.

Unser Ziel ist es , den Demenzkranken ein weitgehendes „ normales und selbstbestimmtes“ Leben zu ermöglichen
Wir orientieren uns bei der Betreuung und Pflege an den Gewohnheiten, Wünschen und Vorlieben der Demenzkranken
Der Demenzkranke soll ausgehend von den verbliebenen lebenspraktischen und sozialen Kompetenzen den eigenen Alltag bestimmen und gestalten können. Der Alltag wird nicht durch die Pflege oder sonstige Dienstabläufe strukturiert, sondern orientiert sich an einem Ablauf wie im eigenen Haushalt.

Der Alltag steht bei uns im Mittelpunkt

Die Bewohnerinnen und Bewohner können beim Einkauf, der Zubereitung von Mahlzeiten und der Wäschepflege mitgestalten und mitbestimmen. Gemeinsam geplant werden auch Aktivitäten, Spaziergänge und Ausflüge.

Leben in einer Wohngemeinschaft

In der Regel leben sieben oder acht Personen, mit einer dementiellen Erkrankung in einer großen Wohnung in einem Haus mit Garten oder Dachterrasse zusammen.

Im Rahmen des Einzuges wird ein Mietvertrag mit dem Eigentümer und Vermieter, der Jacob und Marie Gedächtnisstiftung oder der Münchner Wohnen GmbH, über die anteilige Gemeinschaftsfläche und über ein Wohn –Schlafzimmer abgeschlossen

Betreuung durch „Carpe Diem“ München e. V.:

Das Wohngemeinschaftsteam von „Carpe Diem“ München e.V. bietet rund um die Uhr Betreuung und Pflege an

Grundsätzlich können Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörige jedoch gemeinsam festlegen, von welchem Dienstleister sie betreut werden möchten. 

Die Rolle der Angehörigen:

Wohngemeinschaften sind keine Kleinstheime., sondern selbst organisierte Gemeinschaften. Angehörige und gesetzliche Betreuer haben eine zentrale Rolle und nehmen am täglichen Leben der Wohngemeinschaft teil. Sie stehen gemeinsam in der Verantwortung.

Regelmäßig treffen sich die Angehörigen mit dem Wohngemeinschaftsteam und dem Vermieter in einem Angehörigengremium, um sich über die Situation in den Gemeinschaften auszutauschen und über notwendige Entscheidungen zu beraten. 

Was unterscheidet diese Wohnform von anderen?

  • Leben in einer familiären Atmosphäre
  • Weitgehende Selbstbestimmung im Alltag
  • Langer Erhalt der alltagspraktischen Kompetenzen
  • Erhaltung und Förderung der Lebensqualität
  • Einbindung von Angehörigen und Ehrenamtlichen in das WG-Leben
  • Individuelle Pflege und Betreuung je nach Bedarf
  • Grundsätzliches Bleiberecht bis zum Lebensende
  • Vermeidung eines Umzuges auf eine geschlossene Station eines Altenheimes.

Voraussetzungen für den Einzug in die WGs:

  • Der / die Betroffene ist an einer Demenz erkrankt.
  • Der/ die Betroffene hat mindestens einen Pflegegrad 2 ( Vorlage des MDK -Gutachtens).
  • Es gibt engagierte Angehörige, die im nahen Umkreis wohnen

Kosten:

Kosten fallen an für die Miete, Pflege und Betreuung, Verpflegung, Anschaffungen und Instandhaltung.

Der Bezirk Oberbayern übernimmt die Kosten für die Miete, Pflege und Betreuung bei einem zu geringen Einkommen.

Zu den Kosten und der Finanzierung beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Demenz Wohngemeinschaft?

mit allen Aufgaben die ärztlich verordnet werden (Medikamenteneinnahme, Verbände, usw.)

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